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Genussprofil 11: Walnüsse

Genussprofil 11: Walnüsse

Walnüsse sehen dem Gehirn nicht nur verblüffend ähnlich; sie unterstützen sogar die Funktion des Organs.

Fast jeder von uns hat einmal während einem Spaziergang Walnüsse gesammelt. Besonders beliebt sind sie während der Weihnachtszeit, wo sie zusammen mit Plätzchen und Schokolade auf unseren Tischen zu finden sind. Als Zutat in Nusskuchen kennen wir sie auch. Aber warum verbinden die meisten die leckere Nuss nur mit der Weihnachtszeit? Ihre Eigenschaften sollte man unbedingt kennen und das ganze Jahr über davon profitieren. Walnüsse als "Heilmittel", Unterstützer für starke Nerven und weitere interessante Fakten haben wir für Euch gesammelt.

Von den Gezeiten unbeeindruckt


Tatsächlich ist der Walnussbaum einer der ältesten der Menschheit bekannten Bäume. Sein Ursprung wird in einem Zeitraum vor mindestens 2,6 Mio. Jahren bis zu 65 Mio. Jahren vermutet – also am Ende der Kreidezeit. Die Walnuss soll die in dieser Zeit herrschenden Klimaveränderungen überstanden und sich nach dem Aussterben der Dinosaurier entwickelt haben. Sie verbreitete sich entlang von Persien über den heutigen Iran, bis nach Asien und China. Durch Handelswege fand sie ihren Weg nach Griechenland und ins Römische Reich.

Mithilfe von archäologischen Funden ist uns heute bekannt, dass die Walnuss bereits schon in der Steinzeit auf dem europäischen Kontinent als Nahrungsmittel diente.

Die Artenvielfalt der Walnuss


Innerhalb der Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae) gibt es acht Gattungen, die sich nochmal in 60 Arten aufteilen. Die Echte Walnuss gedeiht in den gemäßigten bis subtropischen Klimazonen und ist in Eurasien und Nordamerika beheimatet.

In Nordamerika hat sich die Walnuss aufgrund ihres hochwertigen Holzes den Namen „King of the forest“ verdient. Den Titel „Queen of the kitchen“ verdiente sie sich wegen ihres köstlichen Geschmacks.

Der robuste Walnussbaum wächst sogar im Himalaja in Höhen von ca. 3300 Metern. Jedoch reifen seine Früchte in den extremen Hochlagen nicht aus. Die meisten aller europäischen Walnussbäume gedeihen in Frankreich.

 Walnüsse

Den ebenfalls zu den Walnussgewächsen zählenden Pekannüssen (rechts) kann man die Verwandtschaft zur Walnuss (links) nicht aberkennen. Pekannüsse schmecken etwas milder. Besonders in Amerika sind sie Teil der kulinarischen Geschichte.

Was macht Walnüsse so gesund?

Zwar enthalten Walnüsse viel Fett (60g bei einer Menge von 100g Nüssen), jedoch setzt sich dieser Anteil hauptsächlich aus mehrfach gesättigten Fettsäuren zusammen. Dabei ist das Verhältnis von Omega -3 und -6 Fettsäuren sowie Linolen optimal. Besonders Omega-3 Fettsäuren tragen zum Schutz der Zellen und zur Senkung des Cholesterinspiegels bei. Mineralstoffe und Vitamine, die unser Immunsystem benötigt, stecken ebenfalls in der Walnuss. Darunter beispielsweise Vitamin B und E sowie Zink.

Das Schutzschild gegen Stress

Laut einer amerikanischen Studie sollen Walnüsse nachweislich gegen Stress helfen. Der regelmäßige Verzehr einer Handvoll Walnüsse oder auch Walnussöl hat eine blutdrucksenkende Wirkung und soll den Testpersonen ermöglicht haben, besser mit Stresssituationen umgehen zu können. Die Studie findet Ihr hier: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3862179/

Walnusstee als natürliches Heilmittel

Schon im Mittelalter verwendete man Walnussblätter als Heilmittel. Der hohe Anteil an Bitter- und Gerbstoffen wirkt entzündungshemmend, bzw. sorgt für das Abklingen bestehender Entzündungen. Besonders im Hals-Rachen-Bereich sorgt der Tee für Linderung von entzüngungsbedingten Schmerzen.

Die Zubereitung des Tees ist sehr einfach. Dazu werden 1-3 Gramm getrocknete Walnussblätter zerkleinert und mit heißem Wasser übergossen. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Blätter kühl und trocken gelagert werden, damit sie aufgrund von Restfeuchtigkeit nicht von Schimmelpilzen befallen werden können. Sollte das passiert sein, dürfen die Blätter auf keinen Fall für den Tee benutzt werden. Da der Tee recht schnell stark wird, sollte man ihn nicht länger als zwei bis drei Minuten ziehen lassen.

Walnusstee kann prophylaktisch, aber auch bei Beschwerden, wie Kopfschmerzen und unterstützend bei Magen-Darm-Erkrankungen sowie Durchfall eingesetzt werden. Er verschafft auch Linderung bei Regelschmerzen und kann zur Bekämpfung übermäßiger Schweißbildung beitragen.

Walnüsse in der täglichen Ernährung

Nüsse sind der perfekte Snack, aber auch derart vielseitig, dass man sie zum Verfeinern vieler süßer und herzhafter Gerichte verwenden kann. Walnüsse passen zum Beispiel perfekt zu grünem oder rotem Pesto. Kurz in der Pfanne angeröstet und mit Basilikum, Knoblauch und Öl im Mörser zerkleinert – schon fertig. Zum Frühstück oder als Stärkung zwischendurch kann man einfach eine Scheibe Brot nach Wahl mit Frischkäse bestreichen, gehackte Walnussstückchen und Schnittlauch darüber streuen. Soßen, Dressings, Salate und Suppen erhalten durch Walnüsse ein ganz neues Aroma.

Bei uns gibt es die leckeren Bio Walnüsse ohne Schale - bereit zum Knabbern und Weiterverarbeiten. Wer die leckeren Nüsse aber mit Schale kauft und diese erst knacken muss, braucht dafür einen handelsüblichen Nussknacker. Die Schalen können entweder in der Biotonne entsorgt oder zum Kaminholz in den Ofen geworfen werden. Wer die Nuss knackt und die Schalenhälften dabei unbeschadet bleiben, kann diese zum Basteln aufheben - gerade bei kleinen Kindern kommt das gut an.

Walnüsse aus dem eigenen Garten

Wer sein Grundstück mit einem Walnussbaum verschönern und dabei gleich vom eigenen Walnuss-Vorrat leben möchte, muss vor dem Kauf und dem Einpflanzen unbedingt ein paar Punkte beachten.

Der optimale Standort

Walnussbäume mögen es sonnig und sollten keinesfalls im Schatten oder Halbschatten gepflanzt werden. Dort würden besonders die jungen Setzlinge schnell verkümmern. Da Walnussbäume ziemlich hoch wachsen können, muss bei der Wahl des Standortes unbedingt genug Platz einkalkuliert werden. Eine Fläche von etwa 15 Metern Durchmesser ist optimal.

Bodenbeschaffenheit und –qualität

Im Grunde ist der Walnussbaum recht anspruchslos, benötigt dennoch nährstoffreichen Boden; am besten lehm- oder tonhaltig. Auch verwitterte Kalk-, Schiefer- oder Urgesteinböden eignen sich hervorragend. Weniger bis gar nicht geeignet sind nährstoffarme, trockene und sandige Böden.

Der beste Zeitpunkt zum Einpflanzen

Damit der Walnussbaum ideal gedeiht und nicht durch Frost gefährdet wird, sollte er zwischen April bis September eingepflanzt werden. Bestimmte Kultursorten bringen bereits nach vier bis sechs Jahren die ersten Nüsse hervor. Die meisten anderen Sorten brauchen bis dahin allerdings 10 bis 15 Jahre.

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Kommentare

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